Gerüchte:
In der Umgebung wird die Kirchenruine immer als "Klosterruine" oder "Das Kloster" bezeichnet. Das ist aber falsch, denn sie ist nie ein Kloster gewesen. Vermutlich kommt die Bezeichnung daher, das der Ort 1457 n. Chr. von Fürst Georg von Anhalt an das Kloster St. Moritz in Halle verpfändet wurde.

Aufbau:
Die Kirche wurde im altromanischen Baustil, das heißt im 14. Jhdt. erbaut. Sie wurde aus Bruch- und Feldsteinen errichtet. Sie besteht aus einem länglichen Viereck mit angesetzter Apsis. Es wird vermutet das es einen Kirchenturm gab, das konnte aber noch nicht sicher bestätigt werden. Ursprünglich befand sich der Eingang an der Westseite, dieser wurde aber zugemauert. Dann wurde die Pforte an der Ostseite durchbrochen, als aus der Kirche eine Scheune wurde.
Nach einem Brand im Jahre 1960 ist von der Kirche leider nur noch eine Ruine geblieben.

Besonderheiten:
In der Apsis befindet sich das einzige erhaltene Steinkreuz im (ehem.) Kreis BTF, welches aus dem 15. Jhdt. stammt. Es soll ein Grabkreuz gewesen sein. Beim Altarraum befindet sich ein unterirdischer Gang/Raum.
Dazu gibt es viele Theorien:
Der Überlieferung nach soll ein unterirdischer Gang bis nach Muldenstein führen, was aber bei der Bauleistung im Mittelalter eher unwahrscheinlich ist. Dennoch ranken sich um diesen Gang viele Legenden. Eine ist die des trommelnden Mönches, welche unter der Rubrik Sagen nachzulesen ist.
Vielleicht war der Gang als Fluchtweg zu den anderen Orten gedacht.
Wahrscheinlicher jedoch ist, das es eine Gruft war in der die Herren von Salegast beigesetzt wurden. Dieses konnte teilweise im Kirchenraum nachgewiesen werden.

Dieser Stein ist in der Außenmauer der Kirchenruine zu finden.
Dieser Stein ist in der Außenmauer der Kirchenruine zu finden.
So sieht die Kirchenruine heute aus.
So sieht die Kirchenruine heute aus.